Um meine Tochter Mia für das „wandern“ zu begeistern, erzählte ich Ihr eines Nachmittags vom Zauberwald.
Schon war sie nicht mehr zu bremsen und wollte unbedingt in den Wald. Aha, die Verpackung macht das Geschenk!

Wo geht unser Zauberwald los?

Natürlich am Zauber-Mühlrad – die Hände in das kühle Nass getunkt, an einen zauberhaften Wunsch denken und bald wird dieser in Erfüllung gehen!

An Opa Willis altem verwunschenem Häuschen vorbei beginnt der Weg. Vorher muss man an der Dornenhecke einen Zauberspruch aufsagen, damit die Dornen uns nichts anhaben und wir eintreten dürfen.

Sobald wir an den gehörnten Waldwächtern vorbei sind, lassen wir der Phantasie freien Lauf…
Die Waldwächter lassen sich leicht mit grünem Efeu oder ähnlichem besänftigen.

Nun geht es über sieben Brücken und über sieben Steinen – wir suchen Waldelfen, Gnome und Trolle.

An der ersten Bank machen wir eine kurze Pause, denn oberhalb dieser steht noch das alte Hexenhäuschen. Aber dank Gretel hat die Hexe nicht überlebt! =)

Beim umgefallenen Baum kommt ein erneuter Zauberspruch. Denn dieser Baum ist die Pforte um noch tiefer in den Zauberwald einzudringen.

Dann spricht der Bach plötzlich in einer geheimen Sprache – die Mamas nicht verstehen!

Jedes Mäuseloch wird zur Eingangstür für ein Gnom-Zuhause. Jede gefundene Feder, Stein oder besonderes Stück Holz hat einer Elfe gehört.

Eine kleine Brücke wird überquert. Darunter schläft ein Troll, den man besser nicht wecken sollte… also psssst…

Die noch alten Weinbergsmauern haben etwas mystisches.

Auch hier liegt ein Baum quer über den kleinen Mühlengraben. Das ist die Brücke für Elfen, Gnome und Trolle um auch in unsere Welt zu gelangen.

Wir sehen Bäume mit großen Astlöchern und sind uns ziemlich sicher, da wohnen die kleinen Feen und Elfen drin. Damit sie uns weiterhin erlauben, den Zauberwald zu besuchen, legen wir – je nachdem wie erreichbar sie sind – Zauberblumen an Ihren Eingang.

Jede Ameise, Biene oder Käfer werden begutachtet. Manchmal bekommen die kleinen Käfer ganz unfreiwillig ein neues Zuhause.

Es ist toll, das Mias Phantasie plötzlich Ihren eigenen Lauf nimmt.
Es dauert zugegebenermaßen länger, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Auch hier hat Mia Ihre ganz eigene Kreativität und Schnelligkeit gefunden.

Da wir im Zauberwald sind, findet sie Bibi Blocksbergs „Kartoffelbrei“ und pest damit durch den Wald. Manchmal ist der Stock auch ein geflügeltes Einhorn mit dem sie so schnell wie der Wind durch den Wald fliegt.

Es ist so schön, sie beim er-leben und be-greifen der Natur zu beobachten und auch begleiten zu dürfen.

Der eigentliche Weg wird völlig nebensächlich

Mit Kindern durch die Ehrbachklamm zu wandern oder nur ein Stück hinter unserem Haus auf dem Traumpfad wird mit Phantasie und Kreativität zum wirklichen „Kinderspiel“.

Auch Jungs erleben im Wald große Abenteuer. Besonders wenn sie als Ritter die legendäre Ehrenburg erklimmen um dort weitere Abenteuer zu erleben.

Wie sagte Albert Einstein: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Was beflügelt mehr als Erwachsener ab und zu in den Zauberwald einzutauchen in die Phantasie und Magie der Kinderaugen.

Zugegeben es beflügelt meine eigene Kreativität, eine kurze Auszeit vom Alltag um neue positive Energie zu tanken.

Wußtet Ihr eigentlich, das sowohl Adrenalin als auch das Hormon Noradrenalin durch einen Waldspaziergang im Körper abgebaut wird? Japanische Wissenschaftler haben dies herausgefunden. (Quelle: Der Biophilia Effekt, Clemens Arvay)

Waldluft wirkt entspannend und positiv auf den Körper. Kinder, die regelmäßig in den Wald gehen sind selbstbewußte, sozialere und mitfühlendere Menschen.

Also, ich wünsche Euch viel Spaß bei der Suche nach Gnomen, Elfen und Trollen.