Meine Leidenschaft gilt nicht nur den Kräutern oder den Tieren, sondern dann wenn ich die Küche für mich ganz alleine haben kann, dann experimentiere ich auch gerne eben dort. Es kommt leider nicht allzu oft vor, aber wenn mich die Kreativität packt, finde ich auch oft kein Ende mehr und ich werkle bis in die Nacht!

Am liebsten natürlich mit den zuvor gesammelten Kräutern oder Blüten aus unserer Umgebung. Neben verschiedenen selbstgemachten Salben, Tinkturen oder auch Dessertversuche wie Eis, Kuchen und Torten, auch Kompotte – aber ich liebe Marmeladen und Gelees. 

Als Kind durfte ich immer meiner Oma über die Schultern schauen, wenn sie alles, was sie aus dem Garten erntete anschließend eingekocht oder eingelegt hat.

Nun, als Kind probiert man doch lieber als das man stundenlang schnippelt oder zu guckt was die Oma da so macht. Heute bereue ich, das ich nicht genauer hingeguckt habe oder aus Ihrem großen Einkoch-Erfahrungsschatz nicht mehr zehren kann.

Daher gilt es nun für mich selbst auszuprobieren, testen und verschiedene Variationen miteinander zu verbinden, damit es halbwegs genießbar ist! 

Am liebsten und am unkompliziertesten ist es Gelee oder Marmeladen zu kochen. Ich koche selten nach Rezept. Hier habe ich aber zwei meiner Lieblings-Rezepte für Euch:

Aprikose-Thymian-Gelee

  • 1,5 kg Aprikosen
  • 150 ml Apfelsaft 
  • 500 g Gelierzucker (1:3)
  • 2 Handvoll Thymian

Zubereitung: Die Aprikosen werden entsteint und klein geschnitten. Die Stückchen anschließend in einen Topf geben und zusammen mit dem Apfelsaft weich garen.

Zwischenzeitlich den Thymian zupfen und klein hacken. 

Sobald die Aprikosen weich gekocht sind, können sie püriert werden. Danach den Gelierzucker und zum Schluß den Thymian hinzugeben. 

Alles rund 4 Minuten kochen und heiß in Gläser abfüllen.

Riesling-Lavendel-Gelee

  • 2 Tassen Lavendelblüten
  • 3/4 L trockener Riesling
  • 3/4 L Apfelsaft
  • 3/4 L Wasser
  • 3 Päckchen Gelierzucker (3:1)
  • 5cl Trester

Zubereitung: Riesling, Apfelsaft und Wasser in einem Topf zum kochen bringen. Die Lavendelblüten hinzu geben, kurz aufkochen lassen, danach 10 Minuten ziehen lassen.

Anschließend alles durch ein Sieb geben.

Dann kommt der Gelierzucker hinzu und 4 Minuten heiß kochen. Zum Schluss den Tresterbrand hinzu geben, nach der Gelierprobe alles heiß in Gläser abfüllen und genießen. 

Das Riesling-Lavendel-Gelee schmeckt auch gut zu Käse.

Hätte meine Oma die Gelees probiert – sie wäre sicher auch begeistert und in Ihrem Garten hätte der Lavendel sicher eine große Ecke bekommen!

Viel Spaß beim Nachkochen!