Ich liebe den Herbst! Zum einen heißt das für uns EndSPURT und zum anderen aber auch Einkoch-Zeit. Es gibt jede Menge Obst wie Pflaumen, Äpfel, Birnen, Quitten, Hagebutten und vor allem Trauben! Die Winzer sieht man überall in den Weinbergen ernten und die Bäume oder Sträucher hängen voller Obst.

Der Wald wird immer bunter und lässt im Wind die Blätter umherfliegen. Meine Kinder waren auch schon unterwegs um ihren Drachen steigen zu lassen. 

Geerntet haben wir auch schon, denn was ich ganz schlecht kann ist, Obst auf den Bäumen hängen zu lassen, vor allem tut es mir in der Seele weh, wenn es keiner mag. 

Also, ernten wir. Manchmal tendiere ich auch dazu gut und gerne zu übertreiben, dann wird aus einem Eimer plötzlich fünf Eimer voll Obst. Somit startet neben dem alltäglichen Geschäft dann die Einweck- und Einkochzeit. 

Wir haben schon Trauben, Äpfel und Hagebutten verarbeitet und ich rede nicht von ein paar Äpfeln, sondern eher ein paar 10 kg Eimern voll. Aktuell sind ein paar Quitten dran! =) 

Quitten-Liebhaber aufgepasst!

Wo sind die Quitten-Liebhaber? Ich – Ich mag ihren Duft oder auch ihren Geschmack. Für einige ist die Quitte aber ein unbekanntes Obst. Wer sie nicht kennt, die Frucht ist außen pelzig, eine Mischung zwischen Apfel und Birne. Ihr Fruchtfleisch ist ziemlich fest. Im antiken Griechenland wurde die Quitte als ein Symbol für Glück, Liebe und Fruchtbarkeit sehr geschätzt. 

Allerdings ist die Quitte im rohen Zustand ungenießbar. Sie soll Wunder wirken bei Hautentzündungen, Verdauungsbeschwerden und auch bei Erkältungen. Die Quitte steckt also voller guter Dinge wie Vitamin C, Folsäure, Kalzium, Kalium, Phospor, Magnesium und Eisen. 

Die Schalen der Quitte lassen sich super trocknen und als Tee nutzen. Oder für ein besonders feines Körperöl. Es duftet herrlich und zaubert mir jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht! Ich verrate Euch wie es funktioniert. Dazu einfach die saubere Schale in ein Körperöl wie Mandelöl, Jojobaöl oder ein anderes Körperöl einlegen. Das Ganze gebe ich dann in ein großes Glas und ab damit ins Wasserbad für mindestens 45 Minuten. Anschliessend filtere ich das Öl und die Schalen durch ein Passiertuch. In ein sauberes Gefäß abfüllen und dann benutzen! 

Rembert Dodoens (1517-1585) schrieb: „Schwangere Frauen, die Quitten essen, gebären kluge Kinder!“

In diesem Sinne könnt ihr gerne mein Quitten–Gelee–Rezept genießen, auch für Nicht-Schwangere! 

Leckeres Quitten-Gelee zum Nachkochen

Zutaten:

  • 2 kg Quitten
  • 500g Gelierzucker
  • 1,5 L Wasser
  • 40 ml Zitronensaft
  • nach Belieben 2 TL Vanilleextrakt

Zubereitung:

  • Zuerst waschen wir die 2 kg Quitten und entfernen den Flaum. Wir vierteln die Quitten und nehmen das Kerngehäuse heraus.
  • Jetzt geben wir die Quitten zusammen mit dem Zitronensaft und dem Wasser in einen Topf und erhitzen das Ganze. Die Quitte lassen wir für ca. 45 Minuten weich köcheln.
  • Anschließend passieren wir die Quitten durch ein Sieb oder ein Tuch. 
  • Der aufgefangene Saft geben wir wieder auf den Herd und geben den Gelierzucker hinzu und ggf. den Vanilleextrakt. Wir lassen den Quittensaft für 4 Minuten kochen und rühren ihn ab und zu um. 
  • Bevor wir das Gelee abfüllen, machen wir eine Gelierprobe. Das empfehle ich immer im Vorfeld zu machen, so kann man sichergehen, dass das Gelee auch fest ist.
  • Wenn die gewünschte Festigkeit erreicht ist, füllen wir das Gelee in Einmachgläser ab. Auch wenn Christian sagt, man muss es nicht machen, aber ich stelle die Gläser für 15 Minuten auf den Deckel, damit sie ein Vakuum ziehen können. Danach kommen Sie umgedreht in den Keller und werden nach und nach von unseren Gästen, Kindern oder uns verspeist!

Das Gelee schmeckt übrigens auch ganz fabelhaft zu Käse! 

Viel Freude beim Entdecken der Herbstfrüchte!

Übrigens, der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da!