Es ist derzeit ein großer Hype rund um den kleinen Corona-Virus. Ganze Städte werden abgeriegelt, Flugzeuge fliegen nicht mehr, Menschen sollen zu Hause bleiben, Schulen werden geschlossen. 

Oft bekomme ich zu hören, „was soll ich schon bewirken?“ – egal um was es geht, man macht sich selbst ganz oft, klein. Hier sieht man ganz deutlich, egal wie groß, klein, dick oder dünn etwas ist, jeder hat die Möglichkeit etwas zu bewirken – positiv oder negativ. In diesem Falle ist es ein winzig kleines Virus, mit dem bloßen Auge nicht erkennbar und es versetzt die ganze Welt in Angst und Schrecken. 

Zum Greifen nah

Ich hatte bis vor kurzem noch gedacht, der ist so weit weg, es betrifft uns wohl nicht. Doch dann haben die Kindergärten und Schulen geschlossen. Dann war es plötzlich zum Greifen nah. Ein Tsunami ist auf uns hereingebrochen. Eine Mutter rief mich morgens an, sie hatte einen Kindergeburtstag mit Achim gebucht und war ziemlich aufgeregt. Was sie jetzt machen soll, absagen oder durchführen? 

In diesem Moment realisierte ich, jetzt hat es geschäftliche Auswirkungen. Ich riet ihr, die Eltern der einzelnen Kinder anzurufen und zu hören, was jeder einzelne meint, dann abwägen, absagen können wir immer noch. Dann wurden die Kommunionen abgesagt. Dann kamen täglich Stornierungen der Zimmer herein. Auf einmal wurden wir mit einem dicken Knall ausgebremst. Das hätte ich mir vor drei Wochen nicht träumen lassen. Viele stehen mit beiden Beinen im Leben und plötzlich vor dem Nichts… 

Es trifft die Branche extrem

Momentan trifft es unsere sowieso schon angeschlagene Branche extrem. Hier bläst der Corona gerade den letzten Atemzug aus uns heraus. Der Stecker wurde gezogen.

Seit dieser Woche sollen die Restaurants eingeschränkt öffnen und ab dem 20. März droht die Komplettschließung. Wie es für uns alle weitergeht, steht in den Sternen. Viele Kollegen in der Branche haben die gleichen Ängste und Sorgen. Das schweißt zusammen. 

Solidarität ist gefragt

Alles ist stillgelegt, überall ist Unsicherheit. Solidarität ist gefragt. Uns erreichen gerade viele positive Nachrichten, Emails und WhatsApps, die uns sehr rühren. Wir können nur an alle Gäste appellieren, die gebuchten Veranstaltungen, Zimmer „lediglich“ zu verschieben, statt zu stornieren. Umbuchen unterstützt gerade extrem. 

Vielleicht steckt hinter jeder Krise auch etwas Gutes. Zeit für sich, für die Familien, Zeit sich wieder auf sich selbst zu besinnen und raus aus dem Alltags-Stress. 

Da unsere Mitarbeiter in Kurzarbeit sind, haben wir draußen angefangen alles wieder „schön“ zu machen. Wir buddeln in der Erde – „erden“ uns mal wieder. 

Es sind gerade die ersten warmen Tage, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, die Vögel sind wieder zurück. Wir fokussieren uns auf die Familie, die steht an erster Stelle. Wir versuchen alles Mögliche, um für unsere Kinder ein Stück „Normalität“ zu wahren. 

Es ist ein leiser Krieg. Einige gehen gestärkt daraus. Es war schon immer so. Wir hoffen das Beste, denn momentan weiß niemand wie lange die Krise andauert… 

Bleibt gesund!