Bei meinem letzten Flohmarkt – Besuch – ich gebe zu, der ist schon eine Weile her, fiel mir wieder ein spannendes Buch in die Hände. 

Es geht um Aromatherapie mit ätherischen Ölen. Seit meinen beiden Schwangerschaften beschäftige ich mich intensiver damit. 

Heute möchte ich Euch in dem Zuge mal den Lavendel vorstellen und auch das Lavendelöl. 

Ich habe ihn gern – den Lavendelduft. Die Pflanze aus den südlicheren Regionen macht sich mittlerweile auch in unseren Gärten ziemlich gut. Doch dort finden eben auch andere Lavendelsorten für Abwechslung wie zum Beispiel der Speik-Lavendel oder der Schopf-Lavendel.

Seit Jahrhunderten beliebt

Die alten Römer schätzten den Lavendel schon, sie badeten in Lavendelwasser und liebten den zarten Duft. Lavendel leitet sich vom lateinischen Wort „lavare“ ab und bedeutet auch so viel wie „waschen“. Doch der heilwirksamste Lavendel trägt den lateinischen Namen Lavandula augustifolia. 

Vielseitig einsetzbar

Lavendel wird vielseitig eingesetzt. Manche geben Lavendelwasser ins Bügeleisen, damit die Wäsche gut duftet, andere geben Lavendelsäckchen unters Kopfkissen für einen ruhigen Schlaf. Auch kann Lavendel als Essig angesetzt werden oder in Alkohol um diesen innerlich wie äußerlich zu nutzen. 

Lavendelblüten kann man sehr schön zum Backen oder einkochen benutzen. Lavendelzucker über Erdbeeren ist ein Genuss! Auch haben wir schon für unsere Gäste Lavendelgelee gezaubert. 

An heißen Sommertagen bringt eine Lavendellimo oder als Sirup in Mineralwasser absolute Erfrischung. 

 

Lavendelöl – der Hit bei Verletzungen

Das ätherische Lavendelöl hat sich bei Verletzungen, Stichen und Schnittwunden bewährt. Hier ist nur darauf zu achten, dass es sich um den echten Lavendel handelt, Lavandula augustifolia und nicht um den Hybrid-Lavendel Lavandin. Denn Lavandin bewirkt bei offenen Wunden leider genau das Gegenteil. Es kann fürchterlich brennen und macht die Wunde schlimmer. Daher ist es extrem wichtig echten Lavendel zu benutzen. 

Lavendelöl wirkt Wunder bei Kindern. Gerade bei kleineren Kindern, die sich nicht beruhigen lassen, die einen Wutanfall haben oder unter Zahnungsschmerzen leiden – einfach einige Tropfen unter die Füße geben. Bei ganz kleinen Babys empfehle ich das Öl zu verdünnen mit Mandelöl oder Kokosöl. Meine Kinder lieben es und bekommen es gerade in der Schnupfen-Zeit unter die Füße für einen erholsamen Schlaf. 

Mir persönlich hilft Lavendel in der Frühjahrs-Allergie-Zeit. Einige Tropfen verreibe ich in meinen Handflächen und inhaliere den Lavendelduft. Lavendel ist ein Anti-Histaminikum und es bringt mich ohne weitere Tabletten durch die Heuschnupfen-Zeit. 

Also ihr seht, der Lavendel ist vielseitig einsetzbar und überhaupt nicht altmodisch! 

Demnächst gibt es wieder feine Lavendelrezepte in unserer Mühle zum Probieren!