Endlich Urlaub! Da wird der Camper gepackt, gestopft und alles reingezwängt was nur irgendwie mit in die Ferien muss. Doch dieser Sommer verlangt von uns allen ganz schön viel ab. Mittlerweile spreche ich schon nicht mehr von der Wetter-App, sondern von der Regen-App! Wir prüfen wieviel Regen pro qm fällt und entscheiden dann danach, ob wir mit den Mädels rausgehen, drinnen spielen oder es sich lohnt irgendwo hin zu fahren. Die Sonnenstunden sind sehr rar dieses Jahr. 

Positives Mindset wirkt auch bei Regen

Dennoch ist es mehr als Ärgerlich wenn es im einzigen Sommer Urlaub „nur“ regnet. Doch wisst Ihr was, ändert mal die Einstellung. Ein positives Mindset wirkt auch bei Regen wahre Wunder, denn ändern können wir es doch nicht. Im Regen durch den Wald wandern kann ganz andere Sinne ansprechen als während einer richtigen Trockenphase. Der Wald „riecht“ komplett anders. Ich mag den Geruch sehr und liebe es im Regen durch den Wald zu spazieren, es hat so etwas Magisches. Findet ihr nicht? In meiner Teenagerphase bin ich ausschließlich nur dann mit dem Mountainbike durch die Wälder gerast, nachdem oder während es geregnet hat, denn nur dann spritzt der Matsch so richtig schön an einem hoch! Anschließend fielen mir Matschklumpen von den Haaren! Überall hing der Dreck und die Farbe meiner Hose war nicht mehr erkennbar  – aber nur dann war es richtig gut und hat mir mega viel Spaß gemacht! Außerdem gibt es ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung… =/ 

Doch ich gebe zu, als Mama ist es dann nur noch „nervig“ wenn es tagelang nur schüttet. 

Auch als Hundebesitzer ist man dazu angehalten zu jeder Jahreszeit und zu jedem Wetter vor die Tür zu müssen und das nicht nur einmal am Tag. Wenn es wie aus Eimern schüttet schaut unser Hund uns auch fragend an: „Wirklich jetzt?“, „Ja Schatzemann, wirklich, aufs Klo kannst Du ja nicht…“ 

Das ist auch nicht so sexy mit nassem Hund im kleinen Campingbus. Daher habe ich für Euch zehn wichtige Lifehacks, die ihr bei Eurem nächsten Campingurlaub unbedingt mit einpacken solltet, abgesehen von Regenjacken, Gummistiefeln und Regenschirm! Dabei ist auch egal ob ihr mit einem Zelt unterwegs seid oder mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen!

Meine 10 Lifehacks für Schlecht-Wetter-Camper!

  1. Ein Pavillion! Mit einem Pavillion habt ihr die Möglichkeit trotzdem draußen zu sitzen und die gute Luft zu genießen. Vor allem habt ihr so die Möglichkeit Eure nassen Sachen draußen unter dem Pavillion trocknen zu lassen. Besser ist ein Pavillion mit herausnehmbaren Wänden, so könnt ihr Euch vor seitlichem Regen schützen.
  2. Ein Vorzelt-Teppich! Der Teppich lässt den Dreck und Matsch aus dem Zelt oder dem Wohnwagen.
  3. Spiele, Spiele, Spiele! Regen lädt dazu ein es sich im Zuhause auf Zeit gemütlich zu machen! Daher solltet ihr unbedingt etwas zum Lesen dabei haben oder gleich mehrere spannende Spiele, dann vergehen die Stunden wie im Flug!
  4. Schnell trocknende Handtücher! Mikrofaser-Handtücher sind eine tolle Erfindung! Sie nehmen die Feuchtigkeit extrem gut auf und sie trocknen viel schneller als normale Handtücher. Damit sind die Stühle, Tische oder auch der Hund im Nu trocken!
  5. Extra Decken! Wenn es viel regnet, sinkt die Temperatur – auch nachts! Daher empfehle ich Euch zwei oder drei extra Wolldecken mitzunehmen. Außerdem kann man sich dann tagsüber auch unter dem Pavillion mit den Decken gemütlich hinsetzen und eine heiße Schokolade genießen!
  6. Hand-Desinfektions-Mittel! Hat momentan ja jeder standardmäßig dabei! Doch wenn es regnet und das Feuerholz nicht angezündet werden kann helfen ein paar Spritzer vom Desinfektionsmittel um das Lagerfeuer anzuzünden! Natürlich kann man alternativ immer essen gehen!
  7. Badezeug nicht vergessen! Es gibt immer irgendwo ein Hallenbad das man bei schlechtem Wetter besuchen kann. Daher unbedingt die Badesachen einpacken! Vielleicht kommt der Sommer ja doch auch spontan zurück – daher von allem etwas parat haben!
  8. Wasserfester Rucksack! Wandern oder spazieren gehen kann man mit entsprechender Kleidung auch im Regen – daher ist es wichtig, dass der Rucksack wasserdicht ist und nicht das Handy, die Kamera oder die Verpflegung durchnässen!
  9. Ein Seil! Ein Seil könnt ihr unter Euren Pavillion spannen als zusätzliche Wäscheleine, falls es doch mehr zum Trocknen gibt. Die meisten Campingplätze besitzen auch Wäschetrockner die man natürlich im Notfall auch nutzen kann!
  10. Eine gute Wetter-App! Natürlich solltet ihr vor der Reise das Wetter checken! Schlechtes Wetter ist im Übrigen kein Stornierungsgrund! Daher kann man sich schon mal gut nach der App richten, dennoch sollte man an alles denken! Doch wenn man sich vorher schon mal auf schlechteres Wetter einstellt, dann habt ihr im Vorfeld die Möglichkeit Euch online über die Umgebung zu informieren! Vielleicht gibt es an Eurem Reiseziel Museen, Burgen oder andere Ausflugsziele die man bei jedem Wetter besuchen kann.Hier an der Mosel gibt es zahlreiche Burgen und Schlösser die man besichtigen kann, auch haben wir zahlreiche Museen wie zum Beispiel die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, das interaktive Geysir-Museum in Andernach oder das Vulkanmuseum in Mendig. Mit oder ohne Kinder lohnt sich der Besuch! Ein Ausflug mit dem Schiff auf der Mosel oder Rhein geht auch bei jedem Wetter. Zahlreiche Winzer laden zu einer Weinprobe ein, das geht natürlich auch bei jedem Wetter! Zudem gibt es noch Indoor-Minigolf oder eine der Mosel-Städte besuchen und ein wenig Sightseeing mit Shopping verbinden! 

Ansonsten macht die Not auch erfinderisch!

So haben wir letztens gefühlt eine Ewigkeit die Schnecken im Wald beobachtet oder die Nacktschnecken auf dem Weg gezählt. Wir bastelten zwergenhafte Boote und haben sie im kleinen Bach schwimmen lassen. Wir waren in den Ferien in sämtlichen Museen unterwegs oder auf den regionalen Burgen. Die Schmetterlinge im Schmetterlingsgarten in Bendorf sind immer eine gute Anlaufstelle bei schlechtem Wetter. Wir sind mit der Gondel auf die Festung Ehrenbreitstein gefahren und besuchten die Räuber Hotzenplotz Ausstellung. Zu unserem Glück kam sogar die Sonne heraus! Ich glaube von sechs Wochen Sommerferien war kein Dienstag sonnig. In der Saison ist das unser einziger freier Tag, doch nach dem „Sommer“ können wir Regentage! 

Und dann freut man sich wieder über die kleinen Dinge des Lebens. So ein paar Sonnenstrahlen erhellen sprichwörtlich den Tag! So, jetzt muss ich aber mal raus in den Regen – der Hund freut sich… oder auch nicht! 

Viel Spaß beim nächsten Camping-Wochenende und nicht die zehn Tipps vergessen! =)