Diesmal stelle ich mir mal die Frage: „Was bedeutet Reisen?“ und vor allem, „Was erwartet der Gast wenn er zu Besuch an der Mosel ist?“ Oder macht Reisen wirklich glücklich?

Fangen wir mal vorne an!

Reisen heißt, zumindest für mich, andere Länder, Kulturen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken für andere wiederrum ist es ein Entfliehen aus dem Alltag oder neue Erfahrungen sammeln. 

Das Wörterbuch sagt dazu:
Rei°sen (schwaches Verb)

  1. Eine Reise machen, „allein, in Gesellschaft, geschäftlich, inkognito reisen“
  2. Eine Reise antreten, abfahren, abreisen…

Wie ist das denn? Reist man besser alleine, zu zweit oder mit der Familie oder doch inkognito?

Ich denke, es kommt darauf an, wohin die Reise gehen soll?! Ins Disneyland nimmt man wahrscheinlich besser die ganze Familie mit… An der Mosel ist eigentlich alles möglich!

Man kann alleine durch die Täler streifen oder den Zuweg des Jakobsweg auf der Suche nach sich selbst erkunden.

Der Vorteil des Alleinreisens ist doch, das man neue Menschen kennenlernt, zeitlich flexibel ist und sich mehr auf sich selbst konzentrieren kann.

Schöne Momente sind viel schöner, wenn man sie teilt – auch als Paar oder Familie! Eins muss jedem klar sein, jeder sollte bei der Reise auf seine Kosten kommen!

Doch was sind die Erwartungen an den Urlaubsort? Ruhe, Zeit miteinander verbringen, romantische Abende, Abenteuer erleben, gutes Essen, regionale Sehenswürdigkeiten erkunden und lokale Spezialitäten verkosten… und vieles, vieles mehr. Jeder Mensch hat ja seine ganz eigenen Vorstellungen und Ansprüche an den Urlaubsort.

Welche Erwartungen und Wünsche habt ihr denn an Euren Urlaubsort? Hinterlasst dazu gerne einen Beitrag in den Kommentaren! 

Ein Mensch, den ich sehr schätze, meinte mal, ich reise immer an den gleichen Ort – das ist für mich Urlaub. Ich kenne dort alles und verspüre nicht den Druck etwas zu verpassen. Ich kann mich voll und ganz erholen. 

Erholung = Ruhe? Nehmen wir mal die Ruhe, wohl eines der essenziellen Auswahlkriterien für einen Urlaub. Dazu gehört heute wohl auch ein Smartphone auf „ausschalten“ zu drücken. 

Abschalten heißt auch wirklich einmal neudeutsch: „Digital Detox“ betreiben. 

Bei uns im Tal gibt es sperrliches W-Lan, dies ist einfach unseren schlechten Anschlüssen hier im Gebiet geschuldet. Allerdings müssen daher auch viele ganz bewußt mal „abschalten.“

Oft bekommen wir als Rückmeldung bei der Abreise, dass der Gast hier so gut geschlafen hat wie noch nie oder dies ein besonderer Glücksort sei. (…ähm… beiläufig bemerkt, wir sind im Buch „Glücksorte der Mosel“ von Camen Sadowski im Droste Verlag erwähnt… ) 

Wahrscheinlich sind genau das die ausschlaggebenden Argumente – dort wo jeder absolut „Abschalten“ kann, genau dort ist sein persönlicher Glücksort. Wenn dann noch ein paar Erwartungen erfüllt werden, ist es bestimmt der Himmel auf Erden! =) 

Manchmal ist es vielleicht besser, wenige Erwartungen zu haben, dann wird man oft überrascht sein, was alles erfüllt wird.

Dann macht Reisen wohl auch glücklich – dann, wenn man erholt, beseelt und mit neuen Erfahrungen in den Heimathafen zurückkehrt.

 Keiner kommt von einer Reise so zurück, wie er weggefahren ist. 

– Graham Greene

In diesem Sinne: Gute Reise!