(Beitrag enthält Werbung, weil Namensnennung!)

In diesem Monat bin ich doch tatsächlich über ein neues Wort gestolpert, das ich bis dato so noch nicht gehört habe: VEGANUARY!

Jetzt mal Hand hoch – wer hat es schon vorher mal gehört? 

Wie konnte es auch anders sein, wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer sondern die Engländer! Veganuary setzt sich zusammen aus Vegan und January, in Deutschland wurde das Wort sozusagen eingedeutscht und heißt VEGANUAR. Immerhin haben wir ein deutsches Wort dafür kreiert wo wir doch sonst immer alles verenglischen. Aber mal im Ernst, brauchen wir einen Veganuary oder Veganuar überhaupt? 

Es hat mich irgendwie interessiert und so habe ich ein wenig über den Veganuar recherchiert. Ich hatte eher vermutet es aus einer Lockdown – Bierlaune heraus entstanden ist, doch den Veganuar gibt es tatsächlich schon seit 2014. Die gleichnamige Organisation dahinter wollte damit bewirken, dass man den Neujahrsvorsatz direkt in die Tat umsetzt und nicht am 05. Januar wieder vergessen hat! Jeder soll einen Monat versuchen sich vegan zu ernähren, um der eigenen Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes damit zu tun! Wer jetzt denkt, Fleisch weglassen über vier Wochen wäre leicht, nein, es geht auch um vegane Kosmetikartikel, Duschgel, Haarshampoo oder veganes Putzmittel. Doch es geht nicht darum sich jetzt ein veganes Fertigprodukt nach dem anderen reinzuziehen! Es geht um die Reduktion von Transport und CO2 – Ausstoß, es geht um Vermeidung des Klimawandels und natürlich um weniger Tierleid. 

Seit 2020 gibt es den Veganuar auch in Deutschland

Mittlerweile sind seit 2014 rund 178 Länder mit über eine halbe Million Menschen die einen veganen Januar verbringen. Was bewirkt’s wird sich der ein oder andere fragen? Das habe ich mich auch gefragt und folgende Antwort im Internet gefunden! 

  • Wir haben ca. 104.000 Tonnen Co2 weniger. Was soviel ist wie mehr als 15.000 Umrundungen der Erde mit dem Auto!
  • Etwa 405 Tonnen Phosphat-Äquivalente weniger in den Gewässern.
  • Ca. 6,2 Millionen Liter Wasser eingespart, das sind etwa einer halben Million Toilettenspülungen!
  • Etwa 3,4 Millionen Tiere haben ihr Leben behalten!

(Quelle: oekotest.de)

Das ist doch eine ganze Menge! Und je mehr es ausprobieren, desto höher steigen die Zahlen! Man kann ja auch klein anfangen und erstmal mit einem veganen Tag in der Woche starten, denn selbst ein Tag verändert schon einiges! Da sagen die meisten immer: „Was kann ich allein schon bewirken?“ Ich verrate es Euch! Ein Tag Vegan essen bewirkt folgenden Einfluss:

  • 2 kg weniger CO2 Ausstoß
  • 1000 L weniger Wasser wird verbraucht
  • 700 m2 Land wird für einen Tag geschützt
  • 0,6 kg weniger Lebensmittel verschwendet
  • 20 mg weniger Antibiotika wird benutzt
  • 1,5 Stunden länger Leben aufgrund von geringerem Krankheitsrisiko
  • 8 Euro mehr wirtschaftlichen Wohlstand, aufgrund von geringeren Umwelt- und Gesundheitskosten
  • 1 Wirbeltier weniger getötet. 

(Quelle: www.stijnbruers.wordpress.com)

Leider gibt es hierzu kaum Studien, daher kann es sein, dass die Angaben nicht 100%ig stimmen. Aber egal – es gibt doch ein gutes Gefühl, oder? 

Wenn wir das ganze hochrechnen auf einen Tag in der Woche für ein ganzes Jahr dann sparen wir satte 104 kg CO2 das sind ungefähr 208 Päckchen Zucker mit je 500 g. Unglaublich! 

Längeres Leben dank Veganuar

Vor allem gefällt mir, das wir 78 Stunden länger leben, das sind über 3 Tage!!! Was man in drei Tagen alles machen kann! Zudem sparen wir über das ganze Jahr sage und schreibe 52.000 l! Wenn 1000 l ungefähr EUR 1,23 kosten, sparen wir jährlich einen Wert von EUR 63,96 ein. Natürlich variieren die Wasserpreise von Bundesland zu Bundesland, dennoch kann man mit EUR 63,96 einmal mehr gut essen gehen! 

Ich selbst habe mich eine ganze Zeit lang vegan ernährt. Ich muss sagen – aller Anfang ist schwer! Doch nach einer Zeit ist man in der Ernährung angekommen und weiß was geht und was nicht geht. Auch fand ich die erste Anschaffung von den Produkten wie Amaranth, Quinoa oder die ganzen Hafermilchprodukte erstmal ziemlich teuer. Dennoch für 3 Tage mehr Leben oder EUR 63,96 Wassergeld holt man die Anschaffungskosten doch wieder raus! 

Meine Erfahrungen mit veganer Ernährung

In dieser Zeit, die fast zwei Monate anhielt fühlte ich mich wirklich fitter, motivierter und hatte nach dem Essen nicht das Völlegefühl was man sonst so hat. Mir ging es wirklich gut in dieser Zeit. Ich habe mit der veganen Ernährung aufgehört, weil es in der Saison nicht möglich ist, für mich alleine eine vegane Extra-Wurst zu kochen. Der Zeitaufwand war einfach zu groß und die Zeit dafür zu knapp. Außerdem liebe ich Käse! Ich möchte nicht immer etwas essen, das wie Würstchen, Schnitzel oder Käse aussieht, aber komplett pflanzlich ist. Daher bin ich auf vegetarisch umgestiegen. Das habe ich weitere drei Jahre durchgezogen und mich ehrlicherweise nicht ganz so gut damit gefühlt wie mit der veganen Ernährung. Doch auch die vegetarische Ernährung spart so einiges ein. Durchschnittlich spart jeder Vegetarier jährlich folgendes ein:

  • 0,5 Schwein
  • 12 Hühner
  • 0,1 Rind
  • 578 kg Co2 Ausstoß
  • 39 Tagesdosen Antibiotika

Natürlich möchte ich erwähnen das ein großer Nachteil ein Mangel an Vitamin B12 oder Eisen sein kann – hier sollte jeder Veganer oder Vegetarier ein entsprechendes Präparat zu sich nehmen. 

Einfach starten – egal wann

Wer sich entschließt mal mit einem Tag zu starten oder doch direkt den Veganuar auszuprobieren, der findet unter www.veganuary.com zahlreiche Ideen für eine Umsetzung inklusive jede Menge verschiedener Rezepte. Da der Januar ja bald rum ist, kann man ja auch einen Vebruar, Värz oder Vapril draus machen! Warum nicht an Ostern mal ein vegetarisches oder veganes Menü zaubern? 

Auch in der Mühle haben wir bereits umgedacht. Natürlich möchte nicht jeder vegan oder vegetarisch essen der zu uns kommt, dennoch haben wir seit letztem Jahr auch ein veganes Gericht und ein – zwei vegetarische Gerichte auf der Karte. Wir arbeiten eng mit kleinen Bauern zusammen, so können wir sichergehen, dass die Tiere auf unserer Speisenkarte bis zur Schlachtung ein schönes Leben hatten. Das ist uns wichtig. Obst und Gemüse bekommen wir ebenfalls von kleinen nebenerwerbs Landwirten hier aus der Region. Das hat natürlich zur Folge, dass wir die Speisenkarte regelmäßig wechseln, da wir nicht ausreichend Portionen von allen Speisen vorrätig haben, aber genau das wollen wir nicht mehr. Es sind Naturprodukte die nicht in ausreichender Hülle und Fülle zu jeder Zeit verfügbar sind. Seit Corona und dem ganzen Desinfektionswahnsinn haben wir unsere Speisenkarten in den Keller geräumt und sind auf eine rollende Tafel umgestiegen. Mittlerweile brauchen wir zwar nicht mehr alles zu desinfizieren, doch die Tafel ist geblieben! Sie ermöglicht uns kurzfristiger zu agieren, Papier einzusparen und die Speisen häufiger zu wechseln! Das macht uns Spaß! Es fördert die Kreativität!

Ich will niemanden bekehren – doch um unsere Welt langfristig für unsere Nachkommen zu erhalten, sollten wir alle etwas dafür tun. Wie gesagt, wenn jeder Einzelne irgendwo anfängt – dann haben wir alle gemeinsam viel für den Klimaschutz, das Tierwohl, für die Gesundheit oder die Umwelt tun! Also, packen wir es an!

Schönen VEGANUAR noch!!